Google ist die Henne und nicht das Ei

Online Marketing 0.1 oder Google und das Ei

Es war ein sonniger Sonntag-Vormittag als ich beim lustvollen Facebook-Timeline scrollen auf den Beitrag von T3N gestossen bin, in dem der Author über Traffic-Generierung ohne Google spricht. Da sich T3N immer einen Link verdient hat und ich im folgenden auch nicht besonders gut darüber reden werde, kann sich natürlich hier jeder ein Bild über den Beitrag machen, der natürlich an vielen Stellen recht hat und wie immer hervorragend geschrieben ist: Das Eierkorb-Problem: So generierst du Traffic ohne Google

Ich möchte natürlich nicht in Frage stellen, was der Experte von T3N publiziert hat, da ich natürlich als Online Marketing Berater einer Provinz-Agentur mich mit anderen Problemen auseinander setzen muss, jedoch ploppen gerade deshalb bei mir Fragen auf, die ich gerne nach Außen tragen würde. Woher kommt denn der Traffic in der heutigen Zeit? Ich möchte den ganzen Content-Marketern und Social Media Playern natürlich nichts böses, aber bei allen Seiten, die ich bisher betreut habe, kam der Traffic mind. zu 90% über Google. Natürlich gibt es hier immer mal wieder Schwankungen und die Webseiten waren / sind auch alle unterschiedlich groß und relevant. Aber egal ob es die kleine Webseite mit 200 Besuchern am Tag ist oder das große Portal mit 120.000 Besuchern am Tag, die Referrer-Statistik ist immer sehr eindeutig..

  1. Google
  2. Google
  3. Google
  4. Google
  5. Google
  6. Google
  7. Rest der Welt

Natürlich ist Google nicht auf den ersten 7 Plätzen platziert, sondern maximal 2 mal vertreten (Generisch / AdWords), aber ich wollte es auf eine einfache Art und Weise ohne genaue Zahlen verdeutlichen und am Ende fehlte mir die Motivation den „Rest der Welt“ auf Platz 2018 runter zu setzen. Betrachtet es also als vereinfachte Darstellung (Modell).

Nun macht es natürlich Sinn nicht nur auf ein Pferd zu setzen, das wäre natürlich sehr fahrlässig und hat am Ende auch wenig mit Marketing oder Strategie zu tun. Aber ich denke der Ansatz in dem Beitrag ist an dieser Stelle leider etwas verkehrt. Bleiben wir bei der „Eier im Korb“-Analogie aus dem oben erwähnten Beitrag.So denke ich, dass man natürlich verschiedene Eier dort drin haben sollte, jedoch ist Google nicht das Ei sondern die Henne! Ohne Google keine Eier! Hier spreche ich nicht von dem Paradoxon „Was war zu erst da? Das Huhn oder das Ei?“, welches längst gelöst ist, da natürlich zu erst das Ei da war und die Evolution irgendwann sich entschieden hat ein kleines Federtier Namens Chicken-Nugget dort raus zu lassen.

Bestimmt wundert sich jetzt so mancher oder beschwert sich darüber, dass ich dort oben eine These aufstelle und nicht begründe. Doch sehe ich meine Aussage oben nicht als These, sondern als in Stein gemeißelte Wahrheit, an der sicher weniger geruckelt werden kann, als an den 10 Geboten! Du sollst GOOGLE! Ja ich weiß, das klingt sehr einseitig und sehr verherrlichend! Und natürlich weiß ich auch, dass alle anderen Online Marketing Strategien sehr wertvoll sind, das im asiatischen Raum Google unter 30% Marktanteil hat, … Und damit es nun auch nicht nur mit Worten und hohlen Phrasen begründet wird, hier ein paar interessante Zahlen aus 2013:

  • Suchanfragen im Jahr 2013 pro Tag: 5.922.000.000 (Fünfmilliardenneunhundertzweiundzwanzigmillionen)
  • Der Suchbegriff „google“ wurde 37.200.000 / Monat bei Google gesucht
  • Häufigster Suchbegriff in Deutschland war „Facebook“ 101.000.000 / Monat

Wem das hier zu einseitig klingt, den kann ich nun beruhigen, ich werde mich nun auch noch einmal mit dem oben verlinkten und erwähnten Beitrag auseinandersetzen.

Outreach & Foren – Werbung am Stammtisch

Das Prinzip, dass vom Author als Outreach bezeichnet wird, ist wahrscheinlich so alt wie das Online Marketing an sich. Schon vor vielen Jahren, als ich eine kleine Community betreute, das war wohl so Mitte der 90er, habe ich diese Art der Bewerbung schon eingesetzt. Selber nannte man es andere Seiten zu spamen. Spamen hat heute natürlich eine andere Bedeutung bekommen. Ich machte mich also auf den Weg zu anderen Foren , Communities und Co um dort dann immer mal wieder wichtige oder coole Informationen an zuteasern, so dass ein Besuch in unserer Community Pflicht war. Verstärken konnte man das ganze damals noch mit Bildern von Partys, die man sowohl online als auch offline als Lockmittel hervorragend einsetzen konnte.

Doch worauf der Author in seinem Beitrag sicherlich eher hinaus will, was man aber leider nur im Subtext erkennt, ist das man mittels „Know How“-Sharing versucht auf sich aufmerksam zu machen. Auch dieses habe ich in meiner Zeit in der Tuningbranche häufig als Mittel ausprobiert. Um somit noch an andere Zielgruppen ran zu kommen. Natürlich wurde durch meine Beiträge in Foren und Blogs auch ein wenig Traffic generiert, aber die Conversionsrate war wirklich miserable. Wenn ich wirklich nur meine Arbeitsstunden den durch diese Maßnahmen generierten Umsätze gegenüberstellen würde, wäre der ROI schon so gering, dass ich wahrscheinlich besser ein Schild mit „Hier gibts Bockwürstchen für 0,50€“ an die Straße gestellt hätte, in der Hoffnung das unsere Vertriebler neben der Bockwurst auch noch gerade mal was Tuning denen andreht.

Doch neben den geringen Conversionraten ist mir auch aufgefallen, dass viele User im Internet nicht so dumm sind, wie die Millionen TV-Zuschauer, die sich die seltsamsten Anti-Aging-Produkte kaufen obwohl die letzten 20 Varianten auch schon nicht die Falten glatt gebügelt haben. Besonders in Foren & Blog hinterfragen User Beiträge von Unternehmen kritischer als es vielleicht noch im Social Media Bereich ist, da sie sich hier selber als Elitäre-Gruppe mit Know How ansehen, die an Ihrem Stammtisch diskutieren und dort will man keine Werbung. Ich denke es ist eine ganz nette Idee, diesen Versuch zu wagen, jedoch seid euch sicher, dass es bei so einer „Kampagne“ nicht um zielführenden Traffic geht, sondern lediglich um die Steigerung des Bekanntheitsgrades oder mit viel Glück ein wenig aufpolierten Referrer-Statistiken.

Social Media – Das RTL2 des Internets

Ich habe kurzzeitig überlegt, ob und welchen Sender ich in der Zwischenüberschrift nennen soll und habe mich dann doch für das Paradebeispiel entschieden. Denn ich gehe davon aus, jeder Leser dieses Blogs hat direkt ein Bild vor Augen, welches auf jeden fall schon einmal zutrifft. Das Niveau, das der nicht-bildungsferne Blog-Leser sich nun ausmalen kann, ist genau der Zielgruppe im Social Media Bereich zuzusprechen, die wir als Online Marketer über Werbung erreichen sollten. Wenn man Werber von Social Media sprechen, dann denken sie nicht über Doktoren oder Anwälte nach, sondern über Masse! Denn gemeinsam sind wir dumm!

Natürlich gibt es hier auch wieder Ausnahmen, wie bei allem was man sagt, doch in erster Linie ist Social Media das neue Massen-Medium geworden, bei dem wir Marketer den Kunden mit gigantischen Zahlen zu bomben können, die früher nur dem Radio oder TV vorbehalten waren… „Ihr Kampagne hatte im Juli eine Reichweise von 12.5 Millionen Personen“… Das ist schon auf dem Niveau von einem TV-Spot am Samstagabend in der Primetime. Doch das ganze hat nicht 2.000.000 € gekostet, sondern 2.000€!

Zusätzlich zu der famosen Reichweite, der wohl einzigartigen Möglichkeit die Zielgruppe im Detail auszuwählen, bietet Social Media Marketing auch noch den angenehmen Vorteil, das wir nicht nur die Bekanntheit steigern, sondern wir können sogar direkt Leads / Klicks / Conversions generieren. Falls sich hier hin nun auch ein TV-Marketer verirrt hat: Ja, natürlich steigt die Quote im Bereich Second-Screen immer weiter an und es werden auch Webseitenklicks generiert! Aber das liegt auch nur daran, dass es nun Second-Screens gibt!! Selbstverständlich hat man somit plötzlich mehr Zugriffe und die Statistiken steigen immer weiter. Ich lehne mich aber hier einfach mal weit aus dem Fenster, das liegt nicht daran, dass der TV-Spot die absolute Krönung ist, sondern das die Zuschauer so gelangweilt von der Werbung sind, dass sie nebenbei mit ihrem Smartphone oder Tablet rumspielen.

Alle, die sich mit dem Thema Social Media Marketing beschäftigen, werden bemängeln, dass ich hier ganz offensichtlich nur über Facebook rede. Damit haben sie recht! Wer in Deutschland über Social Media redet, redet nun mal über Facebook! Und was ist mit Twitter? NICHTS! Was ist mit YouTube, das macht doch Sinn! NEIN, NICHTS! Flickr, Thumblr, Storify, …? NICHTS! Natürlich sind das alles ganz tolle Plattformen und mir persönlich auch lieber als Facebook, jedoch neben dem großen Marktanteil von Facebook muss man dem lieben Mark auch noch lassen, dass er das Thema Werbung einfach perfektioniert hat. Okay, das war nicht Mark Zuckerberg sondern die ehemalige Chefin von Google AdWords.

Epilog des Beitrages

Leider musste ich feststellen, das mein Versuch einen Beitrag über mehrere Tage zu schreiben, so nicht funktioniert. Ich zolle also erstmal allen Respekt, die es schaffen einen Blog-Beitrag anzufangen und später weiter zuschreiben! Respekt an euch! Big UP! Ich kann das leider nicht. Ich habe mehrfach nun immer wieder den Text gelesen und habe immer mal wieder was ergänzt, komme so aber wirklich nicht in den Schreibfluss rein. Da meine Beiträge eh nicht von der höchsten Qualität zeugen (Inhaltlich, Grammatisch, Semantisch, ..) und ich auch keinerlei Anspruch wahren will, beende ich diesen Beitrag einfach an dieser Stelle. Er mag zwar so nun wie Flame-Wars wirken, jedoch ist das gewollt und bewusst. Ich gelobe als keine Besserung, werde aber den nächsten Beitrag wie alle anderen zu vor am Stück runter schreiben, damit er wenigstens mir besser gefällt.

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